Enttäuschung!

Was ist Enttäuschung?

Enttäuschung ist, wenn eine mehr als 15 jährige Freundschaft durch Nichtigkeiten beendet wird.

Enttäuschung ist, wenn viele Jahre der Lebensinhalt war, Menschen zu helfen und diese dann jemanden vor den Kopf stoßen.

Enttäuschung ist, wenn Probleme einfach abgewältzt werden.

Über Enttäuschung hinweg hilft, vergessen!!!!!!!

Pilgerspruch:

Nicht der Weg ist das SCHWIERIGE sondern der erste Schritt!!!

 

Ein wahrer Freund ist einer, der kommt, wenn der Rest der Welt geht.

 

Man muss nicht die Last auf dem Ruecken erleichtern, sondern den Ruecken staerken.

  

Wenn man wie ich, vier Wochen alleine auf dem Jakobsweg unterwegs ist, dann kommen so manche Gedanken aus der Vergangenheit nochmal ans Tageslicht. So auch laengst Vergangenes was noch nicht komplett verarbeitet wurde bzw. endlichen einen Abschluss benoetigt. So auch die politischen Ereignisse der Jahre 2002 und 2003 die mich persoenlich sehr getroffen und bis heute Nachwirkungen zeigen. Dieses Kapitel habe ich nunmehr auch abgeschlossen.

Hier nochmals in Kuerze der Sachverhalt aus meiner Sicht. Es wird Menschen geben, die eine andere Sichtweise haben, dass sei ihnen unbenommen. Die Jahre 2002 / 2003 waren ein politisches Desaster fuer mich aber auch fuer die Partei. Mit der Pressemeldung von Hubertus Kunz (damals stellv. Gemeindeverbandsvorsitzender, Ortsverbandsvorsitzender, Ortsbuergermeister) fing das Dilemma an und ich glaube heute, dass Hubertus Kunz zum damaligen Zeitpunkt klar war, dass diese Pressemeldung meinen Kopf kosten wuerde, denn er wuerde politisch ueberleben als Ortsbuergermeister. Leider waren wir (der damalige Vorstand des CDU Gemeindeverbandes) im Vorfeld nicht informiert worden. Es gab zwar immer wieder mal kritik an der Amtsfuehrung des Buergermeisters, aber die Diskussion darueber fand grundsaetzlich hinter verschlossenen Tueren statt. Nun hatte das Vorstandsmitglied Hubertus Kunz nun mal die Kritik oeffentlich gemacht. Das Problem an der Kritik war, dass sie grundsaetzlich berechtigt war. Die Flutwelle war also losgetreten. Fuer mich als Vorsitzender bestand nunmehr die Schwierigkeit, glaubhaft zu vermitteln, dass es im Vorfeld keine Absprachen gab. Heute muss man feststellen, dass der damalige Vorstand nicht professionell mit dem Problem umging und auch die uebrige CDU im Landkreis nicht, denn man hatte das Problem unterschaetzt dem einzigen Pluspunkt des Buergermeisters, seine Redegewandtheit, nicht gewachsen war. Ausserdem gab es noch die damalige Fraktion im Verbandsgemeinderat aus der hin und wieder auch Kritik kam, die jedoch vom damaligen Fraktionsvorsitzenden (man nannte ihn auch Gottvater) unterdrueckt wurde. Ein weiterer Kritikpunkt an mir selber war meine Blauaeuigkeit mit der ich versuchte das Problem in den Griff zu bekommen. Nun koennte ich das ganze noch lange ausdehenen, Fakt ist das alle meinen kopf wollten besonders der staerkste Ortsverband und an der Spitze besonders die Frauenquote. Auch die Parteifuehrung auf Kreisebene liess mich ins offene Messer laufen obwohl es vier und sechs Augengespraeche gab, wo ueberlegt wurde, das Problem Buergermeister zu loesen. Die damaligen Fuehrungskraefte wollte nachher nichts mehr von den Gespraechen wissen und vermutlich auch heute nicht mehr. Schlussendlich wurde ich aus dem politischen Leben der Verbandsgemeinde Altenahr entsorgt, warum auch immer. Aber das ist nun Geschichte und heute habe ich mit dem ganzen meinen Frieden gemacht. --> siehe naechstes Sprichwort.

Das Gestern ist Geschichte, das Morgen ist noch ein Geheimnis, das Heute ist ein Geschenk.

Fallende Blaetter lehren uns die Kunst loszulassen.

 

Danke Klaus!

Eine der wichtigsten Ziele dieser Pilgerreise habe ich am 02.09.2011 erreicht. Das Cruz de Ferro. Das ist ein kleines Eisenkreuz auf einer Holzstange in einem riesigen Steinhaufen auf 1531 m. Viele bringen hier einen Stein mit von zu Hause. Dies habe ich auch getan, fuer mich wichtiger war jedoch aber ein Foto unseres Dreigestirns von 2003. Dieser Weg war auch noch einmal ein Abschied nehmen von Klaus. Klaus haette diese Wanderung auch sehr gefallen.

Abschied heisst aber auch Dankbarkeit. Dankbar fuer die tolle Zeit die ich (wir) mit Klaus verleben durften (wenn auch zu kurz). Ein liebenswerter Freund, der allzufrueh von uns gegangen ist. Ich bin davon ueberzeugt, dass er jetzt an einem Orts ist, wo es ihm gut geht. Ich bin auch davon ueberzeugt, dass wir ihn eines Tages wiedersehen werden (in diesem Fall hoffe ich, dass Klaus noch etwas warten kann).

Danke Klaus!

 

Alles hat seine Zeit!

Alles hat seine Stunde. Fuer jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:

- eine Zeit zum Gebaeren und eine Zeit zum Sterben;

- eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen;

- eine Zeit zum Toeten und eine Zeit zum Heilen;

- eine Zeit zum Niederreissen und eine Zeit zum Bauen;

- eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen;

- eine Zeit fuer die Klage und eine Zeit fuer den Tanz;

- eine Zeit zum Steinewerfen und eine zum Steine sammeln;

- eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit die Umarmung zu loesen;

- eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren;

- eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen;

- eine Zeit zum Zerreissen und eine Zeit zum Zusammennaehen;

- eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden;

- eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen;

- eine Zeit fuer den Krieg und eine Zeit fuer den Frieden;

Alles hat seine Zeit!

 

Was bewegt Menschen diesen Weg zu gehen?

Das fragt man sich jeden Abend, wenn die Fuesse weh tun, die Unter- und Oberschenkel krampfen und der Ruecken schmerzt. Was bewegt Menschen diese Strapazen auf sich zu nehmen:

- da gibt es mit Sicherheit die Wanderer und Sportler, die dies aus Freizeitvergnuegen machen. Da gibt es aber auch Menschen mit verschiedenen Beduerfnissen und Sorgen. Hier ein Beispiel:

Vorgestern lernte ich Guenther (37), Dozent an der Hochschule Muenchen kennen. Er geht den Weg fuer seine Frau, die diesen Weg gerne gegangen waere und vor 5 Wochen an Krebs gestorben ist.

Die eigenen Probleme Sorgen und Beduerfnisse werden Angesichts so eines Menschen sehr klein.

 

Aergere dich nicht ueber das, was vor dir liegt, sondern erfreue dich an dem was du geschafft hast.

 

Schenke deinen mitmenschen jeden Tag ein Laecheln, denn ist er vergangen, dann ist es zu spaet.